Unter dem Begriff Datenschutz werden alle Vorschriften verstanden, die die Erhebung, Speicherung, Übermittlung oder sonstige Verarbeitung personenbezogener Daten zum Gegenstand haben. Zweck der Datenschutzbestimmungen ist es, vor dem Missbrauch personenbezogener Daten zu schützen und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu wahren. Datenschutznormen sind in einer Vielzahl von Gesetzen verstreut. Innerhalb der EU gilt die DSGVO, die in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich ist. Die GDPR ist 2018 in Kraft getreten und ist das wichtigste Regelwerk zum Datenschutz in diesen Ländern, nationale Bestimmungen haben nur ergänzende Wirkung.
Der Datenschutz wird für jeden Einzelnen immer wichtiger, auch – oder gerade – im Bereich der Gesundheit. Unser digitales und automatisiertes Leben schafft neuartige Angriffsflächen, die die Gefahr der „gläsernen Person“ bergen. Der Zugriff von außen wird durch den Einsatz digitaler Technologien wie PCs, Wearables, Smartphones und internetbasierter Software wie Apps bedroht, über die viele persönliche Daten eingegeben werden und in die falschen Hände geraten können. Daten sind zu einer neuen Währung mit wirtschaftlichem Wert geworden. Die Datenanalyse hat großes Potenzial für die medizinische Forschung. Neue Technologien müssen jedoch immer daran gemessen werden, dass die Rechte des Einzelnen an seinen Daten angemessen geschützt werden.