Quantifiziertes Selbst

Der Begriff „quantifiziertes Selbst“ bezieht sich auf eine amorphe Bewegung, die auf die Arbeit zweier amerikanischer Journalisten (Gary Wolf und Kevin Kelly) im Jahr 2007 zurückgeht. Das allgemeine Ziel dieser Bewegung ist das „Lifelogging“: die ständige Messung und Analyse von Vitaldaten des menschlichen Körpers durch Smartphones, Wearables und andere Geräte. Die Mitglieder der Bewegung verfolgen eine große Anzahl von Körperfunktionen mit dem Ziel der „Selbsterkenntnis durch Zahlen“. Mithilfe dieser mobilen Technologien zeichnen sie jederzeit ihr tägliches Körpergewicht, ihren Ruhepuls, ihr Schlafverhalten, ihr Stressniveau und andere messbare Parameter auf. Quantified Self soll zur Selbstentdeckung, Selbsterkenntnis und Selbstverbesserung führen. Die einen versuchen, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern, die anderen ihre geistige Ruhe und Konzentration.

Kritiker dieser Bewegung bringen Quantified Self mit Essstörungen, Hypochondrie und zwanghaftem Verhalten in Verbindung. Außerdem wird behauptet, die reine Orientierung an Körperdaten sei zu einseitig, um den Gesundheitszustand zu bestimmen.

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